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Warum Magersucht keine Willensfrage ist - neue Forschung

Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen, den bereitgestellten Musterartikel gerne als Vorlage für ihre Berichterstattung zu nutzen. Für Rückfragen sowie für die Vermittlung von Interviewpartnerinnen und –partnern – beispielsweise betroffene Eltern oder Vertreterinnen und Vertreter des Elternnetzwerks – steht Ihnen unser Team für Öffentlichkeitsarbeit gerne zur Verfügung.

Kontakt:

Pressestelle: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Vorstand des Elternnetzwerk Magersucht: kathrin.muenster@elternnetzwerk magersucht.de

Website: https://elternnetzwerk-magersucht.de

Weitere Informationen sowie zusätzlich Pressematerialien: https://elternnetzwerk magersucht.de/presse und https://am-esstis.ch/dokumente/oeffentlich

 

Wenn das Gehirn hungert

Auf der Suche nach Antworten zur Anorexia nervosa / Magersucht

Für kaum eine andere Erkrankung existieren so viele Mythen, Vorurteile und falsche Annahmen – und halten sich so hartnäckig – wie für die Anorexia nervosa. Liegt es am deutschen Begriff „Magersucht“, der den Eindruck erweckt, Betroffene müssten nur stark genug sein, um das Hungern zu beenden? Liegt es an der allgegenwärtigen Botschaft „schlank = gesund“? Oder daran, dass die Krankheit als übersteigerter Wunsch nach Autonomie fehlgedeutet wird?

Schätzungen zufolge sind in Deutschland über 100.000 Menschen von Anorexia nervosa betroffen (Herpertz-Dahlmann & Zielinski-Gusssen, 2019; S3-Leitlinie 2021). Erkrankungen im Alter von neun oder zehn Jahren sind keine Seltenheit mehr. Überwiegend erkranken Mädchen, doch auch Jungen können Anorexia nervosa entwickeln – bei ihnen wird die Krankheit oft spät erkannt oder mit Depressionen verwechselt.

Hinter jeder Zahl steht ein Kind, eine Familie, ein Alltag im Ausnahmezustand. Um zu begreifen, wie es so weit kommt, suche ich nach Antworten auf die grundlegendsten Fragen.


Wenn das Gehirn kippt – Wie entsteht diese Krankheit?

Neuere Forschungsansätze gehen davon aus, dass die Erkrankung nicht mit einer bloßen Idee im Kopf beginnt, sondern mit einem biologischen Kipppunkt: Sobald eine Person ihre individuell notwendige Körperfettmasse unterschreitet und gleichzeitig eine genetische Vulnerabilität des Gehirns vorliegt, setzen neurobiologische Kaskaden ein. Bestimmte Hirnareale verändern ihre Funktion, und das erkrankte Gehirn produziert Gedanken, die für Außenstehende irrational erscheinen, für die Betroffenen jedoch vollkommen real sind: „Ich bin zu dick.“ „Ich darf nicht essen.“ Studien zeigen, dass diese Veränderungen nicht Ausdruck von Trotz oder Willensstärke sind, sondern integraler Bestandteil der Erkrankung (Kaye et al., 2013; Bulik et al., 2019; Psychiatric Genomics Consortium, 2019).

Hinzu kommen hormonelle und stoffwechselbedingte Veränderungen, die den Zustand stabilisieren. Der Körper schaltet in einen Überlebensmodus – und treibt die Krankheit paradoxerweise weiter an. Wer darauf wartet, dass Betroffene selbst Hilfe wollen, verliert oft wertvolle Zeit.


Der schleichende Beginn

Das Eltern­netz­werk in den Medien

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Es haben bereits einige Medien über unsere Arbeit und über familienbasierte Behandlungsansätze bei Anorexia nervosa berichtet. Hier findest du eine Auswahl.

Presse­­infor­mat­ion

Presse­­infor­mat­ion

Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. bietet Eltern von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen Akuthilfe in Form von Elterncoaching an. Kern unserer Arbeit ist das ehrenamtliche Engagement von Eltern für Eltern sowie der Austausch mit Fachpersonen über Behandlungsansätze, die Eltern aktiv einbeziehen.

Presse­mit­teil­ung 14. März 2024 - Mit­glieder­versam­mlung

Elternnetzwerk Magersucht e.V.: Zahl der Mitglieder auf über 600 angewachsen – Konkrete Hilfe für Angehörige – Vorstandsvorsitzende auf Mitgliederversammlung bestätigt

Presse­mit­teil­ung 21. September 2023 - Verein Elternnetzwerk Magersucht e.V. mit neuem Vorstand

Mitgliederzahl im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Die Mitglieder des 2021 neu gegründeten, gemeinnützigen Vereins, Elternnetzwerk Magersucht e.V. haben einen neuen Vorstand gewählt. Die bisher als zweite Vorsitzende tätige Kathrin Jacobi aus Ennigerloh bei Münster übernimmt nun als erste Vorsitzende die Geschicke des Vereins.

Pressemitteilung 23. September 2022 - Bundespreisträger startsocial: Bundeskanzler Olaf Scholz ehrt das Elternnetzwerk Magersucht e. V.

Der Verein Elternnetzwerk Magersucht aus Köln hat einen der sieben Geldpreise des startsocial-Wettbewerbs 2021/2022 gewonnen. Laudatorin und ProSiebenSat1-Vorstand Christine Scheffler würdigte das vorbildliche Engagement im Rahmen einer 24/7-Notfallbetreuung für betroffene Eltern.

Pressemitteilung 08.September 2022 - Elternnetzwerk Magersucht e. V. für Deutschen Engagementpreis nominiert

Mit seinem einmaligen Konzept geht der Verein Elternnetzwerk Magersucht nun ins Rennen um den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises. Als Teilnehmer der Bundesauswahl von startsocial hat das Netzwerk jetzt die Chance auf 10.000 Euro Preisgeld.

Presse­mit­teil­ung 24. Mai 2022 - startsocial-Wettbewerb: Verein Elternnetzwerk Magersucht e. V. in der Bundesauswahl

Mit seinem Konzept und Engagement hat es der Verein Elternnetzwerk Magersucht unter die 25 Besten des startsocial-Wettbewerbs 2021/2022 geschafft – und darf nun auf einen von sieben Preisen hoffen. Die Preisverleihung mit Bundeskanzler Olaf Scholz wird voraussichtlich im September in Berlin stattfinden.

Pressemitteilung 24. März 2022 - Vereinsgründung

Neuer Selbsthilfeverein Elternnetzwerk Magersucht e.V. bietet Akuthilfe bei Magersucht durch Online-Elterncoaching