Autorin oder Autor: Elternnetzwerk Magersucht

Das Elternnetzwerk Magersucht e.V. hilft seit 2019: Akuthilfe bei Magersucht durch Online-Elterncoaching!
Unser Angebot: eine in dieser Form einmalige Akuthilfe in Deutschland mit Online-Selbsthilfegruppen durch Eltern für Eltern, mit dem Ziel, die Betroffenen im häuslichen Umfeld zu betreuen.
Unsere Botschaft: Eltern können gemeinsam mit professioneller Unterstützung von Kinder- oder Hausärzt:innen und Kinder- und Jugendpsychiater:innen selbst aktiv gegen die Krankheit werden können.
Ein frühzeitiges Eingreifen der Eltern verkürzt zudem nicht nur das Leiden der Erkrankten, sondern erhöht auch die Heilungschancen. Die Unterstützung durch andere Eltern, die das gleiche erleben oder erlebt haben, ist eine große Hilfe und Kraftquelle. 
Wir kümmern uns um Familien vor, während und nach stationären Klinik- und/oder Rehabilitationsaufenthalten und geben Hilfestellung im Umgang mit Behörden und sonstigen Institutionen wie Schule oder Jugendamt.
Unsere Hauptaufgabe sehen wir darin darin, Eltern oder Angehörige von an Magersucht Erkrankten zu ermutigen, eine aktive Rolle bei der Gesundung einzunehmen. Dabei orientiert sich der Verein an Behandlungsansätze, die versuchen stationäre Klinikaufenthalte zu bermeiden und die Eltern als wichtige Stütze im langfristigen Genesungsprozess integrieren:
Betroffene junge Menschen werden kurzfristig zunächst stationär, dann aber anschließend von einem fachkundigen Team – unter Einbindung der Eltern – zu Hause behandelt. Die seit vielen Jahren weltweit eingesetzte Behandlungsmethode Family Based Treatment (FBT) aus den USA oder der Maudsley-Ansatz können so Auswege aus der Anorexie werden. Diese Behandlungskonzepte sind in Deutschland noch wenig verbreitet.
Das Elternnetzwerk Magersucht geht auf eine Initiative von Eltern zurück, die ihren Kindern zu Hause aus der Magersucht helfen konnten und dabei professionell von Therapeuten aus Großbritannien und den USA unterstützt wurden.
Im Zuge der Corona Krise wuchs unser Netzwerk rasant, weil immer mehr Eltern nach Hilfe für ihre an Magersucht erkrankten Kinder und Jugendlichen im häuslichen Umfeld suchten. Die Vereinsgründung 2021 war aus unserer Sicht ein Meilenstein im Hinblick auf alternative Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene in Deutschland. Denn: viele Eltern warten wochenlang auf einen Klinikplatz und sehen zu, wie es ihrem Kind immer schlechter geht.
Unsere wichtigsten Ziele sind die Förderung der Heilungschancen von Kindern und Jugendlichen, die an einer Essstörung, insbesondere Anorexia nervosa, erkrankt oder davon bedroht sind, sowie die Vernetzung von Eltern, Angehörigen und Fachleuten im deutschsprachigen Raum. Wir wollen aktiv daran mitwirken, dass der Ausbau einer bedarfsgerechten Versorgung mit Beratungs- und Therapieeinrichtungen für Menschen mit restriktiven Essstörungen, die nach modernen, evidenzbasierten Methoden arbeiten, in Deutschland vorangebracht wird.

  • Presse­mit­teil­ung 14. März 2024 – Mit­glieder­versam­mlung

    Köln, 14. März 2024 – Mehr als 600 Familien profitieren bereits von der Unterstützung des 2021 gegründeten, gemeinnützigen Elternnetzwerks Magersucht e.V.. Das berichtet der Verein anlässlich seiner Mitgliederversammlung am 12. März, auf der auch der Vorstand gewählt und die beiden Vorsitzenden bestätigt wurden: Kathrin Jacobi bleibt erste Vorsitzende, Vanessa Vivenzio zweite Vorsitzende. Neben dem ehrenamtlich tätigen Vorstand mit insgesamt acht Mitgliedern sind rund 70 weitere Eltern als Ehrenamtliche für das Netzwerk aktiv, hauptsächlich als Moderator:innen in den Elterngruppen.

    Das Elternnetzwerk Magersucht e.V. ermutigt Eltern oder Angehörige von an Magersucht Erkrankten, eine aktive Rolle bei der Gesundung einzunehmen. Die Eltern erhalten über täglich erreichbare, moderierte Chatgruppen zeitnahe und konkrete Hilfsangebote, um betroffene Kinder wieder zum Essen und zur Gewichtszunahme zu bringen. Gleichzeitig unterstützt das Netzwerk die Eltern bei der Suche nach Therapiemöglichkeiten und steht den Angehörigen vor, während und nach einem Klinikaufenthalt unterstützend zur Seite. Eine Hilfe, die immer mehr Familien in Anspruch nehmen: Die Zahl der Mitglieder hat sich in einem Jahr von 300 auf 600 mehr als verdoppelt – seit September 2023 sind allein rund 100 neue Mitglieder hinzugekommen. Mit einem Forum für Eltern will das Elternnetzwerk Magersucht e.V. daher sein Angebot ausweiten.

    „Das starke Wachstum zeigt, wie verzweifelt die betroffenen Familien sind, weil es neben langen Wartezeiten bei Fachärzten und/oder Kliniken auch oft Know-How fehlt, obwohl Anorexie die psychische Erkrankung mit der höchsten Todesrate ist“, sagt Kathrin Jacobi, Vorstandsvorsitzende des Elternnetzwerks. „Mit unserem Angebot der konkreten Hilfe durch Chat-Gruppen füllen wir eine Versorgungslücke. Es ermöglicht Eltern, ihr Kind im häuslichen Umfeld so zu unterstützen, dass eine Gewichtszunahme gelingt und ein Klinikaufenthalt in vielen Fällen vermieden werden kann“, so Jacobi weiter. Wie sehr die Eltern von dieser Hilfe profitieren, zeigt eine im vergangenen Jahr durchgeführte Umfrage: Die überwiegende Mehrheit der Befragten bestätigte die Aussage, dass sie „in Krisensituationen oder schwierigen Momenten passgenaue Hilfestellungen“ erhalten. Alle Befragten bestätigen die Aussage: „Ich erlebe im Netzwerk, dass ich mit meinen Erfahrungen nicht allein bin.“

    Download: Pressemitteilung 14.3.2024 Mitgliederversammlung [PDF]

    Über das Elternnetzwerk Magersucht e.V.:
    Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. bietet Eltern von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen Akuthilfe in Form von Elterncoaching an. Kern der Arbeit ist das ehrenamtliche Engagement von Eltern für Eltern sowie der Austausch mit Fachpersonen über Behandlungsansätze, die Eltern aktiv einbeziehen. Ziel ist es, die Heilungschancen von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen zu fördern und Eltern im deutschsprachigen Raum zu vernetzen. Für das Engagement wurde der Verein 2022 mit dem Bundespreis startsocial ausgezeichnet.

    Presseanfragen an:
    presse@elternnetzwerk-magersucht.de

    Interessierte Eltern und Fachleute richten ihre Anfrage an:
    nachricht@elternnetzwerk-magersucht.de

    Postadresse:
    Elternnetzwerk Magersucht e.V.
    Postbox 70332X
    96035 Bamberg

  • Family Based Treatment (FBT) – Ein effektiver Ansatz zur Behandlung von Anorexie

    Family Based Treatment (FBT) – Ein effektiver Ansatz zur Behandlung von Anorexie

    FBT im deutschsprachigen Raum

    Familienbasierte Ansätze zur Behandlung von Anorexia nervosa werden in der S3-Leitlinie „Diagnostik und Behandlung von Essstörungen“ ausdrücklich erwähnt und als erste Wahl empfohlen. Sie spielen aber in der aktuellen klinischen Arbeit keine nennenswerte Rolle. Familienbasierte Therapieformen sind leider sogar in Fachkreisen kaum bekannt.

    S3-Leitlinien werden von offiziellen Kommissionen erstellt und geben Empfehlungen, wie Erkrankungen diagnostiziert und behandelt werden sollen und richten sich vor allem an Ärztinnen und Ärzte, aber auch an Pflegekräfte und andere Fachleute im Gesundheitswesen.

    Die Forschung an deutschen und europäischen Universitäten hat begonnen. Erste große Kliniken in Deutschland haben angefangen, familienbasierte Ansätze und Home Treatments als außerklinische Behandlungsform bei Essstörungen einzusetzen.

    Es gibt aktuell fast keine FBT-Therapeuten im deutschsprachigen Raum. Die Möglichkeit einer klassischen FBT-Therapie vor Ort und in deutscher Sprache ist also im Normalfall aktuell leider nicht gegeben.

    Zur Entstehung von FBT

    FBT wird auch Maudsley Methode (Maudsley approach) genannt, weil die Behandlungsmethode in den 1970er und frühen 80er Jahren ursprünglich am Maudsley-Hospital in London von Prof. Gerald Russel, Dr. Ivan Eisler und Dr. Christopher Dare entwickelt wurde.

    Sie erkannten auch als Erste die Bedeutung einer schnellen und effizienten Wiederherstellung des Gewichts als ersten Schritt zur Genesung. FBT und Maudsley werden in der Praxis als Synonym verwendet.

    In den USA wird die Methode von Prof. Daniel Le Grange und Dr. James Lock bis heute weiterentwickelt und erforscht.

    Mithilfe von FBT sind seit 30 Jahren weltweit unzählige Kindern gesundgeworden und Familien der Anorexie-Falle entkommen.

    Es handelt sich bei FBT um eine manualisierte Behandlung, die von geschulten Fachleuten durchgeführt wird. Sie kommt in erster Linie in ambulanten Einrichtungen zum Einsatz, obwohl es auch einige stationäre und teilstationäre Programme gibt, die FBT beinhalten.

    Das Manual liegt bisher leider nur in englischer Sprache vor.

    Stand der empirischen Forschung

    FBT ist in vielen vergleichenden Studien gut erforscht. Sie ist nachgewiesener Weise erfolgreicher als alle anderen bekannten Behandlungsmetoden bei Magersucht und Standardbehandlungsansatz in vielen angelsächsischen Ländern.

    In einer der größten randomisierten, kontrollierten Studie der Universitäten Chicago und Stanford mit 120 Jugendlichen hat man FBT mit konventioneller Einzeltherapie verglichen. FBT hat sich (mit großem Abstand) dabei als effektivste und effizienteste Behandlungsmethode gezeigt. Eine Übersicht der wichtigsten Forschungsergebnisse wollen wir hier in Kürze veröffentlichen. Leider liegen diese zum Großteil bisher nur in englischer Sprache vor.

    Altersspektrum für den Behandlungsansatz

    FBT ist als Behandlungsansatz bei Essstörungen für junge Menschen bis 18 Jahre entwickelt worden. Aber auch bei jungen Erwachsenen im Altersspektrum bis 25 Jahre wird die Methode in abgewandelter Form erfolgreich angewendet.

    Inzwischen gibt es auch eine nachgewiesenermaßen ebenfalls sehr erfolgreiche Variante zur Anwendung bei Bulimie (FBT-BN), sowie eine modifizierte Variante für junge Erwachsene bis 25 Jahre (FBT-tay, transition age youth) und ein Programm für Erwachsene: MANTRA (Maudsley Anorexia Treatment for Adults).

    „The New Maudsley Approach“ ist kein eigenständiger Behandlungsansatz oder eine neue Variante des ursprünglichen Maudsley Ansatzes. Er stellt zusätzliche Ressourcen für Eltern, Pflegekräfte und Ärzte als Ergänzung zu einer Behandlung bereit. Hauptziel ist es, Stress abzubauen und Familie und Pflegekräfte zu stärken. Besonderes Augenmerk erhalten hier erwachsene Patientinnen und Patienten, die an Bulimie erkrankt sind. Entwickelt wurde und wird die Methode am Maudsley Hospital unter der Führung von Prof. Janet Treasure.

    Das 3-Phasen-Konzept

    Nach dem Manual findet eine FBT-Behandlung in drei Phasen statt, die sich über einen Zeitraum von einem Jahr und circa 20 Sitzungen erstreckt. Die Sitzungen finden wenn möglich in Präsenz statt, es besteht aber auch die Möglichkeit, die Sitzungen als Videokonferenz zu gestalten.

    • In der ersten Phase, der sogenannten Refeeding-Phase, geht es vor allem um die Gewichtswiederherstellung. Die Eltern werden dabei unterstützt, die Gewichtszunahme ihres Kindes voranzutreiben.
    • Wenn ein gesundes Gewicht erreicht ist, sich der psychische Zustand des Patienten und die allgemeine Stimmung innerhalb der Familie signifikant verbessert hat, folgt die zweite Phase. Die altersgemäße Autonomie in allen Lebensbereichen wird wieder an den jungen Menschen zurückgegeben. Beim Essen selbst haben die Eltern noch kontrollierende und unterstützende Funktion, die über die Zeit abgebaut wird.
    • Erst in der dritten Phase werden therapeutische Probleme angegangen, sofern diese noch bestehen. Bei vielen Patienten verschwinden alle psychischen Auffälligkeiten, die mit der Anorexie-Erkrankung einhergegangen sind.

    Einbeziehung der Familie und die „Familien-Mahlzeit“

    FBT-Sitzungen beziehen in der Regel die gesamte Familie ein und umfassen mindestens eine „Familien-Mahlzeit“.

    Dies gibt dem Therapeuten die Möglichkeit, die Verhaltensweisen der verschiedenen Familienmitglieder während einer Mahlzeit zu beobachten und die Eltern zu coachen, ihrem Kind beim Essen zu helfen.

    Eltern sind die Lösung, nicht das Problem

    Generell bricht FBT mit der veralteten und inzwischen widerlegten These, dass die Gründe für die Essstörung in einer dysfunktionalen Familienstruktur zu finden seien.

    Ältere Theorien über Anorexie und Essstörungen (Hilde Bruch und andere) über Magersucht und Essstörungen haben die Entstehung der Krankheit auf familiäre Probleme und Störungen innerhalb der Familie zurückgeführt. Man ging davon aus, dass die Mütter die Hauptursache für die Essstörungen ihrer Kinder sind, wie dies lange auch bei Schizophrenie und Autismus angenommen wurde. Diese Annahmen sind nach dem heutigen Stand der Forschung (auch bei Schizophrenie und Autismus) nicht mehr haltbar und haben viel unnötiges Elend und Leid in die Welt gebracht.

    In modernen Therapieverfahren wie FBT werden Eltern als größte Ressource im Kampf gegen die Magersucht gesehen, da die häusliche Hilfe den Betroffenen ermöglicht, sich gegen diese übermächtige Krankheit zu wehren.

    Die Schuldfrage ist nicht relevant

    FBT fragt nicht nach der individuellen Genese der Erkrankung und stellt auch keine Schuldfrage. Für den Genesungsprozess ist dies nicht relevant.

    Neuere Forschungsergebnisse zeigen auch, dass biologische, genetische und neurologische Faktoren bei der Erkrankung eine viel größere Rolle spielen, als man sich das früher vorstellen konnte. Viele an Magersucht erkrankte Kinder kommen aus völlig normalen und glücklichen Familien, über die die Erkrankung wie eine Naturgewalt hereinbricht.

    Stationäre Behandlungen vermeiden

    Das frühzeitige Erkennen der Erkrankung und ein schneller Behandlungsbeginn sollen stationäre Aufenthalte verhindern oder so kurz wie möglich gestalten.

    Dafür werden Eltern geschult und befähigt, ihrem Kind aktiv helfen zu können, wieder ein gesundes Normalgewicht zu erlangen, dieses zu halten und nachhaltig gesunde Essgewohnheiten zu entwickeln.

    FBT ermöglicht in vielen Fällen eine Behandlung im vertrauten häuslichen Umfeld unter ambulanter medizinischer Aufsicht und mit therapeutischer Unterstützung der Eltern.

    Schnelle Gewichtswiederherstellung – weight restauration

    Eine schnelle Gewichtszunahme wirkt sich positiv auf den Genesungsprozess aus und verbessert das Behandlungsresultat langfristig positiv.

    Das Kind muss ein gesundes Gewicht wiedererlangen und darf nicht im Untergewicht bleiben.

    Externalisierung

    Eltern lernen, ihr Kind von der Krankheit zu trennen. Das sogenannte Externalisieren der Krankheit ist eine zentrale Komponente von FBT: Es bedeutet, dass der junge Mensch nicht für die Erkrankung verantwortlich gemacht werden darf.

    Die Erkenntnis und das Wissen darum, dass nicht das Kind verantwortlich für die Krankheit ist, sondern dass die Krankheit das Kind kontrolliert, hilft den meisten Eltern sehr schnell besser mit der Situation umgehen zu können.

    Psychische Gesundheit, Stärke und Einheit der Eltern erhalten

    Eltern werden befähigt, diese extrem belastende Zeit gut durchzustehen. Die Erhaltung der psychischen Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Eltern ist ein Grundpfeiler der Behandlung.

    Eltern lernen ebenfalls, gemeinsam gegen die Krankheit vorzugehen. Anorexie hat auch die Tendenz Beziehungen zu zerstören. Sowohl durch die extreme psychische Belastung, der das Familiengefüge ausgesetzt ist, als auch durch gegenseitige (oft sehr unterschwellige) Schuldzuweisungen. Anorexie spaltet, auch Beziehungen.

    Zeitweise Übernahme der Autonomie

    Es ist notwendig, dass die Eltern für eine begrenzte Zeit die komplette Autonomie über kritische Lebensbereiche wie Essen und Bewegung übernehmen.

    Das Kind isst nicht, weil es nicht will, sondern weil es nicht kann. Es hat sich diese Krankheit nicht ausgesucht. Die Krankheit hat sich das Kind ausgesucht.

    Es braucht jetzt keine zusätzlich übertragene Verantwortung für das eigene Essverhalten, die es in seinem jetzigen Zustand nicht bewältigen kann. Es benötigt keine psychotherapeutischen Gespräche über Kalorien, Nährwerte und Stoffwechsel. Es benötigt nicht die Suche nach Ursachen, die es in den allermeisten Fällen nicht gibt. Es benötigt praktische und handfeste intensive Hilfe.

    Quellen

  • Eva Musby – Das Bungee-Sprung Video (Vertrauen hilft, nicht Logik)

    Eva Musby – Das Bungee-Sprung Video (Vertrauen hilft, nicht Logik)

    Du findest den Youtube-Kanal von Eva Musby hier: https://www.­youtube.com/­user/­EvaMusby

    Bitte schau dir unbedingt dieses Video an, es hat schon unzähligen Eltern geholfen, zu verstehen, was mit ihrem Kind jetzt plötzlich los ist: Der Bungee-Sprung

  • Presse­mit­teil­ung 21. September 2023 – Verein Elternnetzwerk Magersucht e.V. mit neuem Vorstand

    Köln, 21. September 2023 – Die Mitglieder des 2021 neu gegründeten, gemeinnützigen Vereins, Elternnetzwerk Magersucht e.V. haben gestern Abend einen neuen Vorstand gewählt. Die bisher als zweite Vorsitzende tätige Kathrin Jacobi aus Ennigerloh bei Münster übernimmt nun als erste Vorsitzende die Geschicke des Vereins. Unterstützt wird sie dabei von Vanessa Vivenzio aus Bad Nauheim, die neu in den Vorstand zur zweiten Vorsitzenden gewählt wurde.

    Monika Franzen, die bislang den Vorsitz führte, verlässt den Vorstand auf eigenen Wunsch, unterstützt jedoch weiterhin das Team der PR- und Öffentlichkeitsarbeit. Ebenfalls neu im Team ist Carmen Jacobsohn aus der Nähe von Hamburg, die zukünftig die Finanzen des Vereins regelt.

    Anja Haider-Wallner wurde als Vertreterin Österreichs im Amt bestätigt genauso wie Stefanie Gillner für die Schweiz und der Verantwortliche für IT und Datenschutz. Als Beisitzerin komplettiert Miriam Wellhöfer den Vorstand des Elternnetzwerks. Neben dem ehrenamtlich tätigen Vorstand, sind rund 70 weitere Eltern als Ehrenamtliche für das Netzwerk aktiv, das mit bald 500 Mitgliedern seine Mitgliederanzahl im letzten Jahr mehr als verdoppelt hat.

    „Ich freue mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen“, sagte Kathrin Jacobi nach der Wahl zur ersten Vorsitzenden. „Gemeinsam mit dem Vorstand möchte ich weitere ehrenamtliche Helfer für unser Netzwerk gewinnen, den Austausch mit Fachleuten fördern und mich der Prävention und Aufklärung widmen, damit Kindern und Jugendlichen schneller und effektiver aus der Krankheit geholfen werden kann“, so die Vorsitzende weiter.

    Ziel des Vereins ist die Förderung der Heilungschancen von Kindern und Jugendlichen, die an einer Essstörung, insbesondere einer Anorexia nervosa, erkrankt oder davon bedroht sind, sowie die Vernetzung von Eltern, Angehörigen und Fachleuten im deutschsprachigen Raum. Wichtiger Bestandteil des Vereins ist die in der Form einmalige Akuthilfe in Deutschland mit Online- Selbsthilfegruppen durch Eltern für Eltern, mit dem Ziel, die Betroffenen im häuslichen Umfeld zu betreuen.

    Die Unterstützung erfolgt online und über einen Blog, auf dem Eltern gebündelt Informationen finden. Außerdem kümmert sich der Verein um Familien vor, während und nach stationären Klinik- und/oder Rehabilitationsaufenthalten und gibt Hilfestellung im Umgang mit Behörden und sonstigen Institutionen wie Schule oder Jugendamt.

    Download: Pressemitteilung 21.09.2013 Elternnetzwerk wählt neuen Vorstand [PDF]

    Über das Elternnetzwerk Magersucht e.V.:
    Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. bietet Eltern von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen Akuthilfe in Form von Elterncoaching an. Kern der Arbeit ist das ehrenamtliche Engagement von Eltern für Eltern sowie der Austausch mit Fachpersonen über Behandlungsansätze, die Eltern aktiv einbeziehen. Ziel ist es, die Heilungschancen von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen zu fördern und Eltern im deutschsprachigen Raum zu vernetzen. Für das Engagement wurde der Verein 2022 mit dem Bundespreis startsocial ausgezeichnet.

    Presseanfragen an:
    presse@elternnetzwerk-magersucht.de

    Interessierte Eltern und Fachleute richten ihre Anfrage an:
    nachricht@elternnetzwerk-magersucht.de

    Postadresse:
    Elternnetzwerk Magersucht e.V.
    Postbox 70332X
    96035 Bamberg

  • Fortbildung für Ärztinnen & Ärzte: Wenn die Waage das Leben bestimmt (Mai 2023)

    Fortbildung für Ärztinnen & Ärzte: Wenn die Waage das Leben bestimmt (Mai 2023)

    In dieser Fortbildung diskutieren ausgewiesene ExpertInnen über die Ursachen und Auswirkungen der Anorexia nervosa auf den wachsenden Organismus, auch unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses der Corona-Pandemie.

    Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen wie z.B. die Anorexia nervosa zeigen eine ansteigende Prävalenz. Durch neue Erkenntnisse zur Ätiologie, Prävention und Diagnostik haben sich die Auffassung der Erkrankung und das Verständnis in den letzten Jahren verändert.

  • Der familienbasierte Ansatz bei Wikipedia

    Der familienbasierte Ansatz bei Wikipedia

    Mehr zum familienbasierten Ansatz für Essstörungen bei Wikipedia lesen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Maudsley-Familientherapie

  • Wie der Maudsley Ansatz nach Finnland kam – Ein Treffen mit Reita Nyberg

    Wie der Maudsley Ansatz nach Finnland kam – Ein Treffen mit Reita Nyberg

    Als der Bildschirm flackert und Reita erscheint bin ich sofort berührt. Eine ruhige Frau mittleren Alters, deren Augen blitzen, als sie beginnt zu erzählen. Die sich freut, zu hören, dass sich auch im deutschsprachigen Raum endlich etwas zum Guten bewegt.

    Reita Nyberg wurde aus einem traurigen Anlass zu einer Pionierin: eine ihrer Töchter erkrankte im Alter von 14 Jahren an Anorexia nervosa.

    Ihr Leben, und das ihrer ganzen Familie änderte sich quasi über Nacht. Die Essstörung wurde zu einer Krankheit der ganzen Familie. Sie selbst beschreibt sich in dieser Zeit als erschöpft, sie schaffte es aber, ihr eigenes Verhalten und die Art, wie sie mit ihrer Tochter sprach, zu ändern. Sie erzählt mir, wie es ihr damals ging: „Ich fühlte mich krank, das Familienleben war die Hölle – Niemand sagte mir, wie ich mein Kind unterstützen sollte.“. Schnell kommen wir uns im Gespräch nahe, uns ging es damals genauso, als die Essstörung drohte, das Leben meiner Tochter und unsere ganze Familie zu zerstören.

    Reita hat damals begonnen um ihre Tochter zu kämpfen. Sie erkannte schnell, dass die konventionellen Behandlungsansätze nicht überzeugend sind und keine guten Heilungschancen für ihr Kind bieten.

    Zuerst musste sie aber die gleiche Erfahrung machen, wie wir und viele andere Eltern hierzulande: gute Behandlungsansätze – nirgends zu finden, Ärzte und Kliniken, die nach evidenzbasierten Methoden schnell und erfolgreich vorgehen – nicht vorhanden. In Finnland sind den Statisken nach Essstörungen noch weiter verbreitet als bei uns.

    Reita ist Ärztin. Reita ist es gewohnt, dass Behandlungskonzepte und Medikation auf Grundlage moderner internationaler Forschungsergebnisse stattfinden. Reita ist Fachärztin für Gynäkologische Onkologie an der Universitätsklinik in Tampere, einer der größten Städte in Finnland. Sie war damals sehr verwundert, dass die Behandlung von Essstörungen eher auf Erfahrungswerten und veralteten psychotherapeutischen Konzepten beruhen, die die Schuld bei den Eltern, im speziellen bei den Müttern suchen.

    Sie begann mit ihrer medizinischen Routine selbst nachzuforschen und war mehr als verblüfft: sie stieß schnell auf den Maudsley-Ansatz und auf Autorinnen wie Janet Treasure und Harriet Brown. Sie lernte, dass es Wege gibt, seinem Kind das Nicht-Essen in aller Liebe und Konsequenz trotz der Krankheit unmöglich zu machen. Sie lernte, dass es Wege gibt aus der Magersucht und nicht nur Hilflosigkeit, Verzweiflung und viel zu oft auch Tod.

    Das Wunder geschah. Der Zustand von Reitas Tochter begann sich mit der schnellen Wiederherstellung des Gewichtes, der Grundlage aller familienbasierten Behandlungsansätze, zu stabilisieren und zu verbessern.

    Nachdem ihr Kind auf dem Weg zur Genesung war und das Leben ihrer Familie langsam wieder in normalen Bahnen lief, ließ Reita eines nicht mehr los: so viele junge Menschen in ihrem Land, die keine adäquate Behandlung erhalten, deren Eltern nicht erfahren, wie sie ihrem Kind gezielt helfen können.

    Ungläubig lausche ich ihr, was dann in den Jahren danach geschah. Reita und alle ihre Mitstreiter*innen haben es geschafft, dass familienbasierte Behandlungsansätze, im speziellen der New Maudsley Ansatz, bei Essstörungen in Finnland inzwischen allgemein bekannt sind und ihren Weg zu Eltern, Ärzten, Beratungsstellen, Selbsthilfeorganisationen, Kliniken gefunden haben. Keine ambulante Behandlung kann so intensiv sein, wie die Pflege von Angehörigen zu Hause rund um die Uhr. Deshalb sollte die Gesellschaft mehr Eltern von Menschen mit Essstörungen unterstützen, das wurde das Credo von Reita Nyberg.

    Im Jahr 2014 startete Reita zusammen mit einer anderen Mutter eine Facebook-Selbsthilfegruppe, in der sie und andere Eltern dabei helfen, ihrem Kind zu helfen. Zurzeit hat die Gruppe mehr als 870 Mitglieder. Gleichzeitig begann sie, in einem Blog über ihre Erfahrungen mit der Maudsley-Methode bei ihrer Tochter zu schreiben (https://maudsleyperheet.blogspot.com). Sie erkannte schnell, dass Eltern und Fachleute viele neue Fähigkeiten schnell und einfach erlernen müssen. Sie begann, Vorträge zu halten, Online-Kursmaterialien zu entwickeln und Hunderten von Eltern zu helfen.

    Schnell wurde alles professioneller. 2016 wurde sie Mitbegründerin eines Unternehmens namens LivingSkills Ltd. Im Jahr 2017 begann sie damit, Schulungen für Fachleute über Essstörungen und die Einbeziehung von Eltern und Familien in die Behandlung anzubieten. Gleichzeitig begann Reita mit der Entwicklung eines Schulungsprogramms für Eltern von essgestörten Kindern. Während der Pandemie hat LivingSkills die Live-Schulungen schnell auf Online-Kurse umgestellt. Diese Online-Kurse für Fachleute dauern etwa 3 Monate mit wöchentlichem Online-Coaching und werden von Experten geleitet. Für Eltern besteht das Kompetenztraining aus vier Webinaren, außerdem erhalten sie schriftliches Material und haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Kommentare abzugeben. Die Kurskosten für Eltern werden inzwischen von gemeinnützigen Organisationen übernommen und sind allgemein anerkannt. Der Ansatz ist stark ressourcen- und motivationsorientiert und bindet den erkrankten jungen Menschen nach der Gewichtswiederherstellung und einer Hirnheilungsphase beim Übergang in ein „normales Leben“ stark ein. Das Konzept wurde über die Jahre auch für andere Krankheitsbilder weiterentwickelt.

    2017 wurde Reita dann Vorstandsmitglied der Eating Disorder Association of Finland (Vereinigung für Essstörungen in Finnland). Die Eating Disorder Association of Finland vertritt Menschen, die an Essstörungen leiden, sowie deren Angehörige und Freunde. Sie setzt sich seither dafür ein, das Wissen und das Verständnis über Essstörungen auf der Grundlage von Erfahrungen zu erweitern und die Behandlung und Rehabilitation von Patienten mit Essstörungen zu verbessern und voranzutreiben.

    Die Zeit ist leider viel zu schnell um, wir vereinbaren, in Kontakt zu bleiben und hier in unserem Blog in loser Folge interessante Neuigkeiten über den Stand der familienbasierten Behandlungsmethoden und des New Maudsley Approach in Finnland zu erfahren. Ebenso bekomme ich die Zusage, bald einen Einblick in die Eltern-Online-Kurse und andere Online-Tools zu bekommen, die ihre Firma LivingSkills in naher Zukunft auch in Deutschland für Eltern und Therapeuten anbieten will.

    Bis bald wieder, Reita 😉

  • Pressemitteilung 23. September 2022 – Bundespreisträger startsocial: Bundeskanzler Olaf Scholz ehrt das Elternnetzwerk Magersucht e. V.

    Berlin, 23. September 2022 – Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. gehört zu den sieben überzeugendsten sozialen Initiativen des aktuellen Wettbewerbsjahrgangs von startsocial und erhielt gestern den mit 5000 Euro dotierten Bundespreis. Der seit 2001 jährlich ausgerufene Wettbewerb unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ dient der Förderung des ehrenamtlichen Engagements und steht unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers Olaf Scholz.

    Basierend auf den Abschlussberichten der Stipendiaten wählte eine Jury die sieben herausragendsten Initiativen der 25 Bundesauswahl- Teilnehmer aus. Bewertet wurden dabei erzielte Fortschritte, Nachhaltigkeit, Wirksamkeit, Effizienz und Übertragbarkeit. „Der Verein leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Heilungschancen von Kindern“, erklärte ProSiebenSat1- Vorstandsmitglied und Laudatorin Christine Scheffler. „Sie (die Eltern) können ihrem Kind helfen, noch bevor ein Therapieplatz zur Verfügung steht und genau hier setzt der Verein an“, sagte Scheffler.

    Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. bietet Eltern von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen Akuthilfe in Form von Elterncoaching an. Kern der Arbeit ist das ehrenamtliche Engagement von Eltern für Eltern sowie der Austausch mit Fachpersonen über Behandlungsansätze, die Eltern aktiv mit einbeziehen. 2020 gestartet ist das Elternnetzwerk seit März 2022 als gemeinnütziger Verein anerkannt, dessen Ziel es ist, die Heilungschancen von an Essstörungen erkrankten Kindern und Jugendlichen zu fördern und Eltern im deutschsprachigen Raum zu vernetzen. Mehr als 400 Familien konnte das Elternnetzwerk mit seiner Arbeit bereits
    erreichen.

    Weitere Informationen zum Elternnetzwerk Magersucht e. V. auf der
    Webseite https://elternnetzwerk-magersucht.de/

    Weitere Informationen zu startsocial e. V. und zur Preisverleihung.

    Presseanfragen an:
    presse@elternnetzwerk-magersucht.de

    Interessierte Eltern richten ihre Anfrage an:
    nachricht@elternnetzwerk-magersucht.de

  • Bundeskanzler Olaf Scholz ehrt das Elternnetzwerk Magersucht e.V.

    Bundeskanzler Olaf Scholz ehrt das Elternnetzwerk Magersucht e.V.

    Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. gehört zu den sieben überzeugendsten sozialen Initiativen des aktuellen Wettbewerbsjahrgangs von startsocial und erhielt gestern den mit 5000 Euro dotierten Bundespreis. Der seit 2001 jährlich ausgerufene Wettbewerb unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ dient der Förderung des ehrenamtlichen Engagements und steht unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers Olaf Scholz.

    Basierend auf den Abschlussberichten der Stipendiaten wählte eine Jury die sieben herausragendsten Initiativen der 25 BundesauswahlTeilnehmer aus. Bewertet wurden dabei erzielte Fortschritte, Nachhaltigkeit, Wirksamkeit, Effizienz und Übertragbarkeit. „Der Verein leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Heilungschancen von Kindern“, erklärte ProSiebenSat1-Vorstandsmitglied und Laudatorin Christine Scheffler. „Sie (die Eltern) können ihrem Kind helfen, noch bevor ein Therapieplatz zur Verfügung steht und genau hier setzt der Verein an“, sagte Scheffler.

    Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. bietet Eltern von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen Akuthilfe in Form von Elterncoaching an. Kern der Arbeit ist das ehrenamtliche Engagement von Eltern für Eltern sowie der Austausch mit Fachpersonen über Behandlungsansätze, die Eltern aktiv mit einbeziehen. 2020 gestartet ist das Elternnetzwerk seit März 2022 als gemeinnütziger Verein anerkannt, dessen Ziel es ist, die Heilungschancen von an Essstörungen erkrankten Kindern und Jugendlichen zu fördern und Eltern im deutschsprachigen Raum zu vernetzen. Mehr als 400 Familien konnte das Elternnetzwerk mit seiner Arbeit bereits erreichen

    Christine Scheffler, Vorstandsmitglied von ProSiebenSat.1 Media SE, überreicht einen startsocial-Preis an Stefanie Ehrhardt und Monika Franzen von Elternnetzwerk Magersucht.
    Foto: Gordon Welters/startsocial e.V.

    Die startsocial-Preisträger mit Bundeskanzler Olaf Scholz, Schirmherr von startsocial e.V. am 22. September 2022 in Berlin.
    Foto: Gordon Welters/startsocial e.V.

    Weitere Informationen zu startsocial e. V. und zur Preisverleihung:
    https://startsocial.de/ueber-uns
    https://startsocial.de/presse/die-startsocial-preistraeger-stehen-fest-bundeskanzler-ehrt-soziale-initiativen-fuer-herausragendes-engagement

    Presseanfragen an:
    presse@elternnetzwerk-magersucht.de

    Für interessierte Eltern:
    nachricht@elternnetzwerk-magersucht.de

  • Pressemitteilung 08.September 2022 – Elternnetzwerk Magersucht e. V. für Deutschen Engagementpreis nominiert

    Köln, 08.September 2022 – Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. ist für den Deutschen Engagementpreis 2022 nominiert. Zuvor ist der Verein bereits von startsocial e.V. zu den 25 besten Ehrenamtsinitiativen des letzten Wettbewerbsjahres gewählt worden. Die Jury beeindruckte vor allem das in Deutschland einmalige Konzept der Online-Akuthilfe für Eltern von an Magersucht erkrankten Kindern und Jugendlichen und den Mut, neue Behandlungskonzepte aufzugreifen und diese für betroffene Familien zugänglich zu machen.

    Das Elternnetzwerk Magersucht hat jetzt die Chance, bei der feierlichen Preisverleihung des Deutschen Engagementpreises am 1. Dezember 2022 in Berlin geehrt zu werden. Über den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis stimmen die Bürgerinnen und Bürger vom 08. September bis zum 19. Oktober 2022 online unter www.deutscher-engagementpreis.de ab.

    „Wir freuen uns riesig über diese Anerkennung und die Möglichkeit, beim Publikums-Voting mitzumachen“, erklärt die Vorsitzende des Vereins, Monika Franzen. „Wir hoffen, dass unser unermüdlicher Einsatz für mittlerweile fast 400 Eltern deutschlandweit uns nach Berlin bringt“, so die Vorsitzende weiter.

    Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. bietet Eltern von an Magersucht (Anorexia nervosa) erkrankten Kindern und Jugendlichen Akuthilfe in Form von Elterncoaching an. Kern der Arbeit ist das ehrenamtliche Engagement von Eltern für Eltern sowie der Austausch mit Fachpersonen über Behandlungsansätze, die Eltern aktiv mit einbeziehen. 2020 gestartet ist das Elternnetzwerk seit März 2022 als gemeinnütziger Verein anerkannt, dessen Ziel es ist, die Heilungschancen von an Essstörungen erkrankten Kindern und Jugendlichen zu fördern und Eltern im deutschsprachigen Raum zu vernetzen.

    Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Er würdigt das freiwillige Engagement von Menschen in unserem Land und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Rund 650 Wettbewerbe und Preise gibt es in Deutschland für freiwilliges Engagement. Sie können ihre Preisträgerinnen und Preisträger für den Deutschen Pressemeldung Deutscher Engagementpreis Engagementpreis nominieren. Ziel ist es, die Anerkennungskultur in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern.

    Download: Pressemitteilung 08.09.2022 Deutscher Engagementpreis [PDF]

    Über das Elternnetzwerk Magersucht e.V.:
    Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. bietet Eltern von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen Akuthilfe in Form von Elterncoaching an. Kern der Arbeit ist das ehrenamtliche Engagement von Eltern für Eltern sowie der Austausch mit Fachpersonen über Behandlungsansätze, die Eltern aktiv einbeziehen. Ziel ist es, die Heilungschancen von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen zu fördern und Eltern im deutschsprachigen Raum zu vernetzen. Für das Engagement wurde der Verein 2022 mit dem Bundespreis startsocial ausgezeichnet.

    Presseanfragen an:
    presse@elternnetzwerk-magersucht.de

    Interessierte Eltern und Fachleute richten ihre Anfrage an:
    nachricht@elternnetzwerk-magersucht.de

    Postadresse:
    Elternnetzwerk Magersucht e.V.
    Postbox 70332X
    96035 Bamberg