Autorin oder Autor: Elternnetzwerk Magersucht

Das Elternnetzwerk Magersucht e.V. hilft seit 2019: Akuthilfe bei Magersucht durch Online-Elterncoaching!
Unser Angebot: eine in dieser Form einmalige Akuthilfe in Deutschland mit Online-Selbsthilfegruppen durch Eltern für Eltern, mit dem Ziel, die Betroffenen im häuslichen Umfeld zu betreuen.
Unsere Botschaft: Eltern können gemeinsam mit professioneller Unterstützung von Kinder- oder Hausärzt:innen und Kinder- und Jugendpsychiater:innen selbst aktiv gegen die Krankheit werden können.
Ein frühzeitiges Eingreifen der Eltern verkürzt zudem nicht nur das Leiden der Erkrankten, sondern erhöht auch die Heilungschancen. Die Unterstützung durch andere Eltern, die das gleiche erleben oder erlebt haben, ist eine große Hilfe und Kraftquelle. 
Wir kümmern uns um Familien vor, während und nach stationären Klinik- und/oder Rehabilitationsaufenthalten und geben Hilfestellung im Umgang mit Behörden und sonstigen Institutionen wie Schule oder Jugendamt.
Unsere Hauptaufgabe sehen wir darin darin, Eltern oder Angehörige von an Magersucht Erkrankten zu ermutigen, eine aktive Rolle bei der Gesundung einzunehmen. Dabei orientiert sich der Verein an Behandlungsansätze, die versuchen stationäre Klinikaufenthalte zu bermeiden und die Eltern als wichtige Stütze im langfristigen Genesungsprozess integrieren:
Betroffene junge Menschen werden kurzfristig zunächst stationär, dann aber anschließend von einem fachkundigen Team – unter Einbindung der Eltern – zu Hause behandelt. Die seit vielen Jahren weltweit eingesetzte Behandlungsmethode Family Based Treatment (FBT) aus den USA oder der Maudsley-Ansatz können so Auswege aus der Anorexie werden. Diese Behandlungskonzepte sind in Deutschland noch wenig verbreitet.
Das Elternnetzwerk Magersucht geht auf eine Initiative von Eltern zurück, die ihren Kindern zu Hause aus der Magersucht helfen konnten und dabei professionell von Therapeuten aus Großbritannien und den USA unterstützt wurden.
Im Zuge der Corona Krise wuchs unser Netzwerk rasant, weil immer mehr Eltern nach Hilfe für ihre an Magersucht erkrankten Kinder und Jugendlichen im häuslichen Umfeld suchten. Die Vereinsgründung 2021 war aus unserer Sicht ein Meilenstein im Hinblick auf alternative Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene in Deutschland. Denn: viele Eltern warten wochenlang auf einen Klinikplatz und sehen zu, wie es ihrem Kind immer schlechter geht.
Unsere wichtigsten Ziele sind die Förderung der Heilungschancen von Kindern und Jugendlichen, die an einer Essstörung, insbesondere Anorexia nervosa, erkrankt oder davon bedroht sind, sowie die Vernetzung von Eltern, Angehörigen und Fachleuten im deutschsprachigen Raum. Wir wollen aktiv daran mitwirken, dass der Ausbau einer bedarfsgerechten Versorgung mit Beratungs- und Therapieeinrichtungen für Menschen mit restriktiven Essstörungen, die nach modernen, evidenzbasierten Methoden arbeiten, in Deutschland vorangebracht wird.

  • Kompetenzzentrum

    Kompetenzzentrum

    Familienintegrierte Therapie FiT
    für Kinder und Jugendliche bei Magersucht

    Das Kompetenzzentrum FiT ist eine Plattform von Expertinnen und Experten, um Eltern in der anspruchsvollen Begleitung ihrer erkrankten Kinder zu unterstützen. Wir stellen Informationen und Angebote bereit, die Eltern stärken sollen. Unsere Schwerpunkte sind

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    • Wiederherstellung des individuellen gesunden Gewichts zuhause
    • Kommunikation innerhalb der Familie und mit medizinischem Fachpersonal
    • Bereitstellung moderner wissenschaftlicher Forschungserkenntnisse
    • Förderung der persönlichen Resilienz und Selbstfürsorge

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    Das Kompetenzzentrum FiT stellt keinen Ersatz dar für medizinische, psychologische und psychotherapeutische Behandlung. Es unterstützt und begleitet Eltern nach der Diagnose, während eines Klinikaufenthaltes des Kindes, beim Übergang von der Klinik nach Hause sowie beim ambulanten Refeeding.

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    Vor-Ort-Angebote finden aktuell ausschliesslich in der Schweiz statt. Unsere Dienstleistungen werden nicht von Krankenkassen übernommen.

    Das Kompetenzzentrum FiT ist ein gemeinnütziger, nicht gewinnorientierter Verein nach Schweizer Recht, Art. 60ff. ZGB.

    Willkommen | Kompetenzzentrum FiT bei Anorexie

  • Klinikzeit nutzen und Übergang/Start zu Hause gut vorbereiten (Regelmäßige Zoom Veranstaltung)

    Klinikzeit nutzen und Übergang/Start zu Hause gut vorbereiten (Regelmäßige Zoom Veranstaltung)

    Der Austausch soll Eltern, die Interesse daran haben, ihrem Kind mit familienbasierten Ansätzen zu helfen, alle wichtigen Informationen kompakt, schnell und einfach zu erhalten. Es besteht die Möglichkeit für Nachfragen und zum Austausch.

    Die Treffen dauern circa 90 – 120 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos und ausdrücklich auch für Nicht-Mitglieder zugänglich.

     

    Weitere Termine:

    • 14.10.2026
    • 25.11.2026
    • 16.12.2026

    Anmeldungen per Mail bitte an kathrin.muenster@elternnetzwerk-magersucht.de. Den Zugangslink erhaltet ihr kurz vor der Veranstaltung.

  • Warum Magersucht keine Willensfrage ist – neue Forschung

    Journalistinnen und Journalisten sind herzlich eingeladen, den bereitgestellten Musterartikel gerne als Vorlage für ihre Berichterstattung zu nutzen. Für Rückfragen sowie für die Vermittlung von Interviewpartnerinnen und –partnern – beispielsweise betroffene Eltern oder Vertreterinnen und Vertreter des Elternnetzwerks – steht Ihnen unser Team für Öffentlichkeitsarbeit gerne zur Verfügung.

    Kontakt:

    Pressestelle: presse@elternnetzwerk-magersucht.de Vorstand des Elternnetzwerk Magersucht: kathrin.muenster@elternnetzwerk magersucht.de

    Website: https://elternnetzwerk-magersucht.de

    Weitere Informationen sowie zusätzlich Pressematerialien: https://elternnetzwerk-magersucht.de/presse und https://elternnetzwerk-magersucht.de/dokumenten/

    Wenn das Gehirn hungert

    Auf der Suche nach Antworten zur Anorexia nervosa / Magersucht

    Für kaum eine andere Erkrankung existieren so viele Mythen, Vorurteile und falsche Annahmen – und halten sich so hartnäckig – wie für die Anorexia nervosa. Liegt es am deutschen Begriff „Magersucht“, der den Eindruck erweckt, Betroffene müssten nur stark genug sein, um das Hungern zu beenden? Liegt es an der allgegenwärtigen Botschaft „schlank = gesund“? Oder daran, dass die Krankheit als übersteigerter Wunsch nach Autonomie fehlgedeutet wird?

    Schätzungen zufolge sind in Deutschland über 100.000 Menschen von Anorexia nervosa betroffen (Herpertz-Dahlmann & Zielinski-Gusssen, 2019; S3-Leitlinie 2021). Erkrankungen im Alter von neun oder zehn Jahren sind keine Seltenheit mehr. Überwiegend erkranken Mädchen, doch auch Jungen können Anorexia nervosa entwickeln – bei ihnen wird die Krankheit oft spät erkannt oder mit Depressionen verwechselt.

    Hinter jeder Zahl steht ein Kind, eine Familie, ein Alltag im Ausnahmezustand. Um zu begreifen, wie es so weit kommt, suche ich nach Antworten auf die grundlegendsten Fragen.


    Wenn das Gehirn kippt – Wie entsteht diese Krankheit?

    Neuere Forschungsansätze gehen davon aus, dass die Erkrankung nicht mit einer bloßen Idee im Kopf beginnt, sondern mit einem biologischen Kipppunkt: Sobald eine Person ihre individuell notwendige Körperfettmasse unterschreitet und gleichzeitig eine genetische Vulnerabilität des Gehirns vorliegt, setzen neurobiologische Kaskaden ein. Bestimmte Hirnareale verändern ihre Funktion, und das erkrankte Gehirn produziert Gedanken, die für Außenstehende irrational erscheinen, für die Betroffenen jedoch vollkommen real sind: „Ich bin zu dick.“ „Ich darf nicht essen.“ Studien zeigen, dass diese Veränderungen nicht Ausdruck von Trotz oder Willensstärke sind, sondern integraler Bestandteil der Erkrankung (Kaye et al., 2013; Bulik et al., 2019; Psychiatric Genomics Consortium, 2019).

    Hinzu kommen hormonelle und stoffwechselbedingte Veränderungen, die den Zustand stabilisieren. Der Körper schaltet in einen Überlebensmodus – und treibt die Krankheit paradoxerweise weiter an. Wer darauf wartet, dass Betroffene selbst Hilfe wollen, verliert oft wertvolle Zeit.


    Der schleichende Beginn

    Doch wie kommt es dazu, dass Kinder oder Jugendliche ihre notwendige Körperfettmasse unterschreiten? Die Ursachen sind vielschichtig und die Betroffenen werden immer jünger. In einer Welt, in der mit gesunder Ernährung, Fitness, Schlankheit und fraglichen Schönheitsidealen geworben wird, beginnt es manchmal harmlos: ein bewussteres Essen, etwas mehr Sport, der Wunsch nach Optimierung.

    Eltern möchten alles richtig machen – selbstverständlich auch bei der Ernährung. Dabei wird häufig übersehen, dass Heranwachsende einen deutlich höheren Energiebedarf haben als Erwachsene. Wachstum, Gehirnentwicklung, sportliche Aktivität – all das kostet Energie. Eine Ernährung, die stark auf fett- und zuckerarme Kost, viel Obst und Gemüse oder andere „gesunde“ Empfehlungen ausgerichtet ist, kann diesen Energiebedarf manchmal nicht ausreichend decken. So kann schleichend ein Energiedefizit entstehen: Der Energieverbrauch übersteigt dauerhaft die Energiezufuhr, die Fettreserven nehmen langsam ab. Kommt dann ein Wachstumsschub, ein Magen-Darm-Infekt oder eine schwere Erkältung hinzu, kann bei entsprechender genetischer Veranlagung die Krankheitskaskade ausgelöst werden.

    Immer mehr Kinder und Jugendliche entscheiden sich aus Gründen des Tierwohls oder des Klimas für eine vegetarische oder vegane Ernährung. Eine Ernährung mit wenig tierischen Lebensmitteln kann das Risiko für eine unzureichende Zinkversorgung erhöhen. Ein Mangel an Spurenelementen wie Zink wird in der Pathogenese der Anorexia nervosa diskutiert, da er den Appetit und bestimmte neurobiologische Prozesse beeinflussen kann (Herpertz Dahlmann & Zielinski-Gusssen, 2019).


    Erste Zeichen – oft übersehen

    Die Krankheit kommt selten mit einem Paukenschlag. Sie schleicht sich ein:

    • Kleinere Portionen

    • Weglassen bestimmter Lebensmittel

    • Bauchschmerzen nach dem Essen

    Hinzu kommen Veränderungen, die zunächst unspezifisch wirken: sozialer Rückzug, zunehmender Bewegungsdrang, Ängste, Zwänge, depressive Gedanken, Schlafstörungen.

    Eine Mutter erinnert sich: „Meine damals 10-jährige Tochter hat zuerst das Dressing beim Salat weggelassen. Damals habe ich mir nichts dabei gedacht.“ Heute weiß sie, dass ihre Tochter zu diesem Zeitpunkt bereits Angst vor dem Essen hatte – obwohl sie objektiv sehr schlank war. Ihre körperliche Unruhe sei auffällig gewesen: Kreise um den Tisch laufen, immer mehr Sport treiben.


    Keine Zeit zu verlieren

    Sobald Angehörigen Veränderungen auffallen, sollten sie diese ernst nehmen und professionellen Rat einholen, betont Kathrin Jacobi. Sie begleitet als Vorsitzende des Elternnetzwerks Magersucht e.V. inzwischen mehr als 900 betroffene Familien und weiß aus Erfahrung, dass Wartezeiten auf Arzttermine lang sein können, und nicht jeder Behandler mit dem aktuellen Forschungsstand vertraut ist. Doch weiteres Zuwarten bedeutet häufig weiteres Absinken des Gewichts – und ein tieferes Hineinrutschen in die Erkrankung. Oft vergeht wertvolle Zeit, während nach einem vermeintlichen psychischen Trauma gesucht wird. Solche belastenden Ereignisse spielen jedoch nur bei einem Teil der Erkrankten eine Rolle. Deutschland nimmt in der Interpretation der Anorexia nervosa historisch eine Sonderrolle ein, die stark von der Psychoanalyse geprägt war. Während andere Länder die Magersucht neurobiologisch erklären, wurde sie in Deutschland oft als „Reifungskrise“ oder „Autonomie Konflikt“ interpretiert, was das Risiko lebensbedrohlicher Unterernährung und langfristiger Folgen wie Osteoporose, Herzerkrankungen, Kleinwuchs, Amenorrhö, Verlust von Hirnsubstanz sowie psychischen Begleit- und Folgeerkrankungen erhöht (Fairburn, 2008).


    Der Weg zurück – Therapie

    Der zentrale therapeutische Ansatz ist das sogenannte Refeeding – die konsequente und vollständige Wiederernährung. Im englischsprachigen Raum hat sich hierfür die Family Based Treatment (FBT) etabliert: Eltern übernehmen – therapeutisch angeleitet – vorübergehend die Verantwortung für die Ernährung ihres Kindes, sobald eine akute Lebensgefahr ausgeschlossen ist (Lock & Le Grange, 2013).

    Auch in Deutschland wird der Ansatz, Eltern als wertvolle Ressourcen im Kampf gegen die Krankheit einzubeziehen, zunehmend erforscht, unter anderem an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und am Universitätsklinikum Münster, sowie in Projekten wie FIAT und HoT. Ziel ist es, Klinikaufenthalte zu verkürzen oder zu vermeiden und Rückfälle zu reduzieren.

    Ein Vater beschreibt die Refeeding-Phase seiner Tochter als die intensivste Zeit seines Lebens: „Die Angst unserer Tochter vor dem Essen war immens. Wir haben gelernt, ruhig zu bleiben, Sicherheit zu geben und dennoch konsequent zu sein.“ Nach zwei Monaten und fast 14 Kilogramm Gewichtszunahme sei ihr fröhliches Wesen zurückgekehrt. Heute, vier Jahre später, plant sie ihr Studium.

    Das Elternnetzwerk Magersucht e.V. begleitet Familien im deutschsprachigen Raum mit Aufklärung, Wissen, Erfahrungen und Hilfe zur Selbsthilfe meist über mehrere Jahre und berichtet stolz von vielen genesenen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die nach der phasenweisen sehr intensiven Unterstützung durch die Eltern wieder völlig autonom im Leben stehen und ihren Träumen nachgehen können.


    Was bleibt

    Anorexie ist keine Laune. Kein Lifestyle. Kein bloßer Ausdruck von Autonomie. Sie ist eine schwere, potenziell lebensbedrohliche Erkrankung – mit guten Heilungschancen, wenn sie früh erkannt und konsequent behandelt wird. Vielleicht beginnt ein Umdenken mit einem Perspektivwechsel: weg von der moralischen Bewertung, hin zum Verständnis der biologischen Dynamik. Nur wer begreift, was im Gehirn geschieht, kann rechtzeitig handeln.


    Quellen

    Leitlinien

    • S3-Leitlinie Diagnostik und Behandlung der Essstörungen. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/051-026

    Internationale wissenschaftliche Literatur

    • Fairburn, C.G. (2008). Cognitive Behavior Therapy and Eating Disorders.

    • Bulik, C.M. et al. (2019). Genome-wide association study identifies eight risk loci for anorexia nervosa. Nature Genetics.

    • Kaye, W.H. et al. (2013). Nothing tastes as good as skinny feels: the neurobiology of anorexia nervosa. Trends in Neurosciences.

    • Psychiatric Genomics Consortium (2019). Genetic architecture of anorexia nervosa.

    Therapie / Family Based Treatment (FBT)

    • Lock, J. & Le Grange, D. Treatment Manual for Anorexia Nervosa: A Family-Based Approach.

    • Lendfers, C. Nur mit meinen Eltern – Familienintegrierte Therapie für Kinder und Jugendliche bei Magersucht.

    • Ganci, M. FBT Überleben: Kompetenzhandbuch für Eltern.

    Deutsche Forschung

    • Herpertz-Dahlmann, B. & Zielinski-Gusssen, I. (2019). Die Bürde der Elternrolle bei Patientinnen und Patienten mit Anorexia nervosa. RWTH Aachen.

    • FIAT-Studie: https://fbt-fiat.de

    • HoT-Studie: https://www.ukaachen.de/kliniken-institute/hot-hometreatment magersucht

    • Universität Dresden: https://www.multifamilientherapie.de

    • Universitätsklinikum Münster: https://web.ukm.de/kinder jugendpsychiatrie/multifamilientherapie

    Informationsquellen für Laien / Hintergrund

    • Neurologen und Psychiater im Netz: https://www.neurologen-und-psychiater-im netz.org/kinder-jugendpsychiatrie-psychosomatik-und-psychotherapie/stoerungen erkrankungen/magersucht-anorexia-nervosa/auswirkungen/

    • https://elternnetzwerk-magersucht.de

    Optionale Hintergrundliteratur (journalistische Einordnung)

    • Carrie Arnold (2018). Decoding Anorexia: How Breakthroughs in Science Offer Hope for Eating Disorders.

  • Für Experten: Beratung und Begleitung von Familien mit einem an Anorexie erkrankten Kind (Regelmäßige Zoom Veranstaltung)

    Für Experten: Beratung und Begleitung von Familien mit einem an Anorexie erkrankten Kind (Regelmäßige Zoom Veranstaltung)

    Dauer ca. 90 Minuten

    Wir beobachten aktuell eine stark zunehmende Zahl von erkrankten Kindern und jungen Erwachsenen zwischen 8-25 Jahren. Vielen Institutionen fehlt konkretes Wissen wie man betroffenen Kindern und Familien niederschwellig und zeitnah helfen kann.

    Wir erleben immer wieder, wie hilfreich es für alle Beteiligten ist, mit gemeinsamem Wissen und Kommunizieren dem betroffenen Kind bei seinem Heilungsprozess beizustehen.

    In dieser Fortbildung erhalten sie Informationen zu aktuellen Erkenntnissen rund um die Krankheit Anorexie (Magersucht) sowie konkreten Beispielen wie man betroffenen Kindern und Eltern niederschwellig helfen kann.

    In der E-Session werden neben wesentlichen Kommunikations-Schnittstellen und -methoden zwischen Eltern und Experten auch konkrete Maßnahmen für den Alltag aufgezeigt, die es allen Beteiligten ermöglichen, konkret zu unterstützen und zu helfen.

    Zugleich werden relevante Themen wie „Gesunde Ernährung, Sport und Bodyimage“ sowie der Einfluss sozialer Medien in Hinblick auf Essstörungen reflektiert und diskutiert. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten nützliche Adressen und Informationen, die an betroffene Eltern weitergegeben werden können. Es gibt Zeit für Austausch und Fragen.

    Die Treffen dauern circa 90-120 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos und ausdrücklich auch für Nicht-Mitglieder zugänglich.

     

    Weitere Termine:

    • 11.11.2026 20:00

    Anmeldungen per Mail bitte an kathrin.muenster@elternnetzwerk-magersucht.de.

    Den Zugangslink erhaltet ihr kurz vor der Veranstaltung.

  • FIAT-Studie: Ist Ihr Kind schwer an Magersucht erkrankt?

    FIAT-Studie: Ist Ihr Kind schwer an Magersucht erkrankt?

    Die Familien-Basierte vs. Institutionelle Anorexia nervosa Therapie (FIAT)-Studie

    Die Anorexia nervosa, auch Magersucht genannt, ist eine schwere Erkrankung, die vor allem in der Kindheit und Jugend entsteht und einen chronischen Verlauf nehmen kann. Oft wissen Eltern nicht, wie sie ihren Kindern helfen können. Studien zeigen: eine frühe und spezialisierte Behandlung verbessert die Heilungsraten junger Menschen mit Magersucht.

    Die Charité in Berlin führt hierzu eine bundesweite Studie an 22 Kliniken mit spezialisiertem Essstörungsschwerpunkt durch, die zwei Therapieangebote miteinander vergleicht: die stationäre, multimodale Therapie und die ambulante, Familien-Basierte Therapie.

    Beide Therapieformen sind evidenzbasiert und wirksam. Die Studie untersucht, ob für schwer erkrankte Kinder und Jugendliche mit Magersucht die Familien-Basierte Therapie bei gleicher Heilungsrate die Zeit im Krankenhaus verringern kann.

    Suchen Sie spezialisierte, therapeutischen Hilfe für Ihr Kind? Hier können Sie sich über das Projekt informieren: ↗https://fbt-fiat.de ↗

    Mit Fragen zum FIAT-Programm wenden Sie sich gerne an: anfrage@fbt-fiat.de

  • FIAT-Studie: Eltern sind Teil der Lösung, nicht das Problem

    FIAT-Studie: Eltern sind Teil der Lösung, nicht das Problem

    Familienbasierte Therapie: Eltern als Schlüssel zur Heilung

    Das vollständige Interview finden Sie hier:

    📖 Markus Wallbrecher – FBT: Eltern sind Teil der Lösung, nicht das Problem

    Ein bedeutender Schritt zur Etablierung von FBT in Deutschland könnte die FIAT-Studie der Charité in Berlin werden. In den kommenden zwei Jahren soll an bis zu 20 deutschen Kliniken die Wirksamkeit von FBT untersucht werden. Ziel ist es, diese Therapieform als anerkannten Behandlungsstandard im deutschen Gesundheitssystem zu etablieren. Die Charité, als angesehene Forschungseinrichtung, leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Integration innovativer und effektiver Behandlungsmethoden für Essstörungen.

    Essstörungen bei Jugendlichen sind eine immense Herausforderung für Betroffene und ihre Familien. In Deutschland dominiert bislang die stationäre Behandlung, während die familienbasierte Therapie (FBT) weltweit erfolgreich eingesetzt wird. Diese evidenzbasierte Methode integriert Eltern aktiv in den Heilungsprozess ihrer Kinder.

    Dr. Verena Haas, Ernährungswissenschaftlerin, betont: „FBT hilft den Eltern dabei, ihrem Kind zu helfen!“ Sie sieht in den Eltern keine Verursacher, sondern wichtige Unterstützer. Kathrin Jacobi vom Elternnetzwerk Magersucht e.V. ergänzt: „Die Einbindung der Familie beschleunigt und stabilisiert den Heilungsprozess.“

    In Deutschland setzt sich das Elternnetzwerk Magersucht intensiv dafür ein, familienbasierte Ansätze wie FBT, Maudsley, HOT und MFT bekannt und als Kassenleistung nutzbar zu machen.

    Die Kombination aus international anerkanntem Ansatz, engagierten Eltern und wissenschaftlicher Unterstützung durch die Charité könnte einen Wendepunkt in der Behandlung von Essstörungen in Deutschland bedeuten.

    Mehr Information zum Autor Markus Wallbrecher:
    https://www.markus-wallbrecher.de/

    Informationen zur FIAT-Studie:
    https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/neue-versorgungsformen/fiat.641

  • Das Eltern­netz­werk in den Medien

    Das Eltern­netz­werk in den Medien

    Markus Wallbrecher – Begegnungen, 06. Januar 2025
    FBT: Eltern sind Teil der Lösung, nicht das Problem

    F.A.Z. Gesundheitspodcast, 24. Mai 2024
    Magersucht: Wenn das eigene Kind daran erkrankt, sind Eltern oft macht- und hilflos

    stern.de, 6. Juli 2023
    Magersucht bei Kindern – Eltern sind in der Regel nicht das Problem, sondern Teil der Lösung

    family.de, 22. November 2023
    Diät oder schon Magersucht? Worauf Eltern bei ihren Kindern achten sollten

    badische-zeitung.de, 30. März 2023
    Magersucht – Die Familie kann bei der Therapie effektiv helfen

    stadtlandmama.de, 1. März 2023
    Eine Mutter erzählt: So haben wir die Magersucht unserer Tochter bekämpft

    Spektrum Kompakt, 29. Januar 2021
    Neue Wege aus der Magersucht

    Über das Elternnetzwerk Magersucht e.V.:
    Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. bietet Eltern von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen Akuthilfe in Form von Elterncoaching an. Kern der Arbeit ist das ehrenamtliche Engagement von Eltern für Eltern sowie der Austausch mit Fachpersonen über Behandlungsansätze, die Eltern aktiv einbeziehen. Ziel ist es, die Heilungschancen von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen zu fördern und Eltern im deutschsprachigen Raum zu vernetzen. Für das Engagement wurde der Verein 2022 mit dem Bundespreis startsocial ausgezeichnet.

    Presseanfragen an:
    presse@elternnetzwerk-magersucht.de

    Interessierte Eltern und Fachleute richten ihre Anfrage an:
    nachricht@elternnetzwerk-magersucht.de

    Postadresse:
    Elternnetzwerk Magersucht e.V.
    Postbox 70332X
    96035 Bamberg

  • Am Esstisch

    Am Esstisch

    Seit 2021 ist er zu einer Know-How Datenbank für Mitglieder des Elternnetzwerks Magersucht geworden. Da wir dort teilweise sehr persönliche Erfahrungen sammeln, steht der Blog nur während einer Mitgliedschaft zur Verfügung und ist nicht frei zugänglich im Internet verfügbar.

    Im Blog Am Esstisch findest du hunderte Beiträge anderer Eltern, Merkblätter für den Umgang mit schwierigen Situationen, Übersetzungen von Fachbeiträgen, Vorlagen, Rezepte und Mutmach-Geschichten.

    Ein mehrköpfiges ehrenamtliches Team kümmert sich in liebevoller Kleinarbeit um die inhaltliche, optische und technische Pflege unseres Esstisches.

  • F.A.Z. Gesundheitspodcast: Wenn das eigene Kind an Magersucht erkrankt, sind Eltern oft macht- und hilflos

    F.A.Z. Gesundheitspodcast: Wenn das eigene Kind an Magersucht erkrankt, sind Eltern oft macht- und hilflos

    Den Podcast der F.A.Z. findst du beim Podcast-Anbieter deiner Wahl:

  • Presse­­infor­mat­ion

    Presse­­infor­mat­ion

    Wir sind im Jahr 2020 gestartet und seit März 2022 als gemeinnütziger Verein anerkannt. Unser Ziel ist es, die Heilungschancen von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen zu fördern und Eltern im deutschsprachigen Raum zu vernetzen.

    Mehr als 600 Familien haben wir mit unserer Arbeit bereits erreicht. Für unser Engagement wurden wir 2022 mit dem Bundespreis startsocial ausgezeichnet.

    Über Pressemitteilungen informieren wir über unsere Arbeit sowie über Anorexia nervosa und evidenzbasierte Behandlungsansätze.

    Gerne beantworten wir Presseanfragen zu unserer Arbeit und vermitteln, soweit möglich, Interviewpartner:innen aus unserem Netzwerk. Pressevertreter:innen können über diese E-Mail-Adresse Kontakt mit uns aufnehmen:
    presse@elternnetzwerk-magersucht.de

    Interessierte Eltern und Fachleute richten ihre Anfrage an:
    nachricht@elternnetzwerk-magersucht.de

    Postadresse:
    Elternnetzwerk Magersucht e.V.
    Postbox 70332X
    96035 Bamberg