Kategorie: Deutschland

  • Klinikzeit nutzen und Übergang/Start zu Hause gut vorbereiten (Regelmäßige Zoom Veranstaltung)

    Klinikzeit nutzen und Übergang/Start zu Hause gut vorbereiten (Regelmäßige Zoom Veranstaltung)

    Der Austausch soll Eltern, die Interesse daran haben, ihrem Kind mit familienbasierten Ansätzen zu helfen, alle wichtigen Informationen kompakt, schnell und einfach zu erhalten. Es besteht die Möglichkeit für Nachfragen und zum Austausch.

    Die Treffen dauern circa 90 – 120 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos und ausdrücklich auch für Nicht-Mitglieder zugänglich.

     

    Weitere Termine:

    • 14.10.2026
    • 25.11.2026
    • 16.12.2026

    Anmeldungen per Mail bitte an kathrin.muenster@elternnetzwerk-magersucht.de. Den Zugangslink erhaltet ihr kurz vor der Veranstaltung.

  • Für Experten: Beratung und Begleitung von Familien mit einem an Anorexie erkrankten Kind (Regelmäßige Zoom Veranstaltung)

    Für Experten: Beratung und Begleitung von Familien mit einem an Anorexie erkrankten Kind (Regelmäßige Zoom Veranstaltung)

    Dauer ca. 90 Minuten

    Wir beobachten aktuell eine stark zunehmende Zahl von erkrankten Kindern und jungen Erwachsenen zwischen 8-25 Jahren. Vielen Institutionen fehlt konkretes Wissen wie man betroffenen Kindern und Familien niederschwellig und zeitnah helfen kann.

    Wir erleben immer wieder, wie hilfreich es für alle Beteiligten ist, mit gemeinsamem Wissen und Kommunizieren dem betroffenen Kind bei seinem Heilungsprozess beizustehen.

    In dieser Fortbildung erhalten sie Informationen zu aktuellen Erkenntnissen rund um die Krankheit Anorexie (Magersucht) sowie konkreten Beispielen wie man betroffenen Kindern und Eltern niederschwellig helfen kann.

    In der E-Session werden neben wesentlichen Kommunikations-Schnittstellen und -methoden zwischen Eltern und Experten auch konkrete Maßnahmen für den Alltag aufgezeigt, die es allen Beteiligten ermöglichen, konkret zu unterstützen und zu helfen.

    Zugleich werden relevante Themen wie „Gesunde Ernährung, Sport und Bodyimage“ sowie der Einfluss sozialer Medien in Hinblick auf Essstörungen reflektiert und diskutiert. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten nützliche Adressen und Informationen, die an betroffene Eltern weitergegeben werden können. Es gibt Zeit für Austausch und Fragen.

    Die Treffen dauern circa 90-120 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos und ausdrücklich auch für Nicht-Mitglieder zugänglich.

     

    Weitere Termine:

    • 11.11.2026 20:00

    Anmeldungen per Mail bitte an kathrin.muenster@elternnetzwerk-magersucht.de.

    Den Zugangslink erhaltet ihr kurz vor der Veranstaltung.

  • FIAT-Studie: Ist Ihr Kind schwer an Magersucht erkrankt?

    FIAT-Studie: Ist Ihr Kind schwer an Magersucht erkrankt?

    Die Familien-Basierte vs. Institutionelle Anorexia nervosa Therapie (FIAT)-Studie

    Die Anorexia nervosa, auch Magersucht genannt, ist eine schwere Erkrankung, die vor allem in der Kindheit und Jugend entsteht und einen chronischen Verlauf nehmen kann. Oft wissen Eltern nicht, wie sie ihren Kindern helfen können. Studien zeigen: eine frühe und spezialisierte Behandlung verbessert die Heilungsraten junger Menschen mit Magersucht.

    Die Charité in Berlin führt hierzu eine bundesweite Studie an 22 Kliniken mit spezialisiertem Essstörungsschwerpunkt durch, die zwei Therapieangebote miteinander vergleicht: die stationäre, multimodale Therapie und die ambulante, Familien-Basierte Therapie.

    Beide Therapieformen sind evidenzbasiert und wirksam. Die Studie untersucht, ob für schwer erkrankte Kinder und Jugendliche mit Magersucht die Familien-Basierte Therapie bei gleicher Heilungsrate die Zeit im Krankenhaus verringern kann.

    Suchen Sie spezialisierte, therapeutischen Hilfe für Ihr Kind? Hier können Sie sich über das Projekt informieren: ↗https://fbt-fiat.de ↗

    Mit Fragen zum FIAT-Programm wenden Sie sich gerne an: anfrage@fbt-fiat.de

  • FIAT-Studie: Eltern sind Teil der Lösung, nicht das Problem

    FIAT-Studie: Eltern sind Teil der Lösung, nicht das Problem

    Familienbasierte Therapie: Eltern als Schlüssel zur Heilung

    Das vollständige Interview finden Sie hier:

    📖 Markus Wallbrecher – FBT: Eltern sind Teil der Lösung, nicht das Problem

    Ein bedeutender Schritt zur Etablierung von FBT in Deutschland könnte die FIAT-Studie der Charité in Berlin werden. In den kommenden zwei Jahren soll an bis zu 20 deutschen Kliniken die Wirksamkeit von FBT untersucht werden. Ziel ist es, diese Therapieform als anerkannten Behandlungsstandard im deutschen Gesundheitssystem zu etablieren. Die Charité, als angesehene Forschungseinrichtung, leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Integration innovativer und effektiver Behandlungsmethoden für Essstörungen.

    Essstörungen bei Jugendlichen sind eine immense Herausforderung für Betroffene und ihre Familien. In Deutschland dominiert bislang die stationäre Behandlung, während die familienbasierte Therapie (FBT) weltweit erfolgreich eingesetzt wird. Diese evidenzbasierte Methode integriert Eltern aktiv in den Heilungsprozess ihrer Kinder.

    Dr. Verena Haas, Ernährungswissenschaftlerin, betont: „FBT hilft den Eltern dabei, ihrem Kind zu helfen!“ Sie sieht in den Eltern keine Verursacher, sondern wichtige Unterstützer. Kathrin Jacobi vom Elternnetzwerk Magersucht e.V. ergänzt: „Die Einbindung der Familie beschleunigt und stabilisiert den Heilungsprozess.“

    In Deutschland setzt sich das Elternnetzwerk Magersucht intensiv dafür ein, familienbasierte Ansätze wie FBT, Maudsley, HOT und MFT bekannt und als Kassenleistung nutzbar zu machen.

    Die Kombination aus international anerkanntem Ansatz, engagierten Eltern und wissenschaftlicher Unterstützung durch die Charité könnte einen Wendepunkt in der Behandlung von Essstörungen in Deutschland bedeuten.

    Mehr Information zum Autor Markus Wallbrecher:
    https://www.markus-wallbrecher.de/

    Informationen zur FIAT-Studie:
    https://innovationsfonds.g-ba.de/projekte/neue-versorgungsformen/fiat.641

  • F.A.Z. Gesundheitspodcast: Wenn das eigene Kind an Magersucht erkrankt, sind Eltern oft macht- und hilflos

    F.A.Z. Gesundheitspodcast: Wenn das eigene Kind an Magersucht erkrankt, sind Eltern oft macht- und hilflos

    Den Podcast der F.A.Z. findst du beim Podcast-Anbieter deiner Wahl:

  • Fortbildung für Ärztinnen & Ärzte: Wenn die Waage das Leben bestimmt (Mai 2023)

    Fortbildung für Ärztinnen & Ärzte: Wenn die Waage das Leben bestimmt (Mai 2023)

    In dieser Fortbildung diskutieren ausgewiesene ExpertInnen über die Ursachen und Auswirkungen der Anorexia nervosa auf den wachsenden Organismus, auch unter besonderer Berücksichtigung des Einflusses der Corona-Pandemie.

    Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen wie z.B. die Anorexia nervosa zeigen eine ansteigende Prävalenz. Durch neue Erkenntnisse zur Ätiologie, Prävention und Diagnostik haben sich die Auffassung der Erkrankung und das Verständnis in den letzten Jahren verändert.

  • Der familienbasierte Ansatz bei Wikipedia

    Der familienbasierte Ansatz bei Wikipedia

    Mehr zum familienbasierten Ansatz für Essstörungen bei Wikipedia lesen:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Maudsley-Familientherapie

  • Bundeskanzler Olaf Scholz ehrt das Elternnetzwerk Magersucht e.V.

    Bundeskanzler Olaf Scholz ehrt das Elternnetzwerk Magersucht e.V.

    Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. gehört zu den sieben überzeugendsten sozialen Initiativen des aktuellen Wettbewerbsjahrgangs von startsocial und erhielt gestern den mit 5000 Euro dotierten Bundespreis. Der seit 2001 jährlich ausgerufene Wettbewerb unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ dient der Förderung des ehrenamtlichen Engagements und steht unter der Schirmherrschaft des Bundeskanzlers Olaf Scholz.

    Basierend auf den Abschlussberichten der Stipendiaten wählte eine Jury die sieben herausragendsten Initiativen der 25 BundesauswahlTeilnehmer aus. Bewertet wurden dabei erzielte Fortschritte, Nachhaltigkeit, Wirksamkeit, Effizienz und Übertragbarkeit. „Der Verein leistet einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Heilungschancen von Kindern“, erklärte ProSiebenSat1-Vorstandsmitglied und Laudatorin Christine Scheffler. „Sie (die Eltern) können ihrem Kind helfen, noch bevor ein Therapieplatz zur Verfügung steht und genau hier setzt der Verein an“, sagte Scheffler.

    Das Elternnetzwerk Magersucht e. V. bietet Eltern von an Anorexia nervosa erkrankten Kindern und Jugendlichen Akuthilfe in Form von Elterncoaching an. Kern der Arbeit ist das ehrenamtliche Engagement von Eltern für Eltern sowie der Austausch mit Fachpersonen über Behandlungsansätze, die Eltern aktiv mit einbeziehen. 2020 gestartet ist das Elternnetzwerk seit März 2022 als gemeinnütziger Verein anerkannt, dessen Ziel es ist, die Heilungschancen von an Essstörungen erkrankten Kindern und Jugendlichen zu fördern und Eltern im deutschsprachigen Raum zu vernetzen. Mehr als 400 Familien konnte das Elternnetzwerk mit seiner Arbeit bereits erreichen

    Christine Scheffler, Vorstandsmitglied von ProSiebenSat.1 Media SE, überreicht einen startsocial-Preis an Stefanie Ehrhardt und Monika Franzen von Elternnetzwerk Magersucht.
    Foto: Gordon Welters/startsocial e.V.

    Die startsocial-Preisträger mit Bundeskanzler Olaf Scholz, Schirmherr von startsocial e.V. am 22. September 2022 in Berlin.
    Foto: Gordon Welters/startsocial e.V.

    Weitere Informationen zu startsocial e. V. und zur Preisverleihung:
    https://startsocial.de/ueber-uns
    https://startsocial.de/presse/die-startsocial-preistraeger-stehen-fest-bundeskanzler-ehrt-soziale-initiativen-fuer-herausragendes-engagement

    Presseanfragen an:
    presse@elternnetzwerk-magersucht.de

    Für interessierte Eltern:
    nachricht@elternnetzwerk-magersucht.de

  • Startsocial Bundesauswahl: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

    Startsocial Bundesauswahl: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

    Im Juni 2021, bevor überhaupt die offizielle Vereinsgründung abgeschlossen war, hatten wir uns Hals über Kopf in einer Nacht-und-Nebel-Aktion beim startsocial-Wettbewerb beworben und eigentlich nicht wirklich daran geglaubt, dass daraus irgendetwas erwachsen könnte.

    Aber: es kam alles ganz anders. Wir wurden als eine von 100 sozialen Initiativen ausgewählt und erhielten ein 4-monatiges Beratungsstipendium. Unsere beiden versierten und sehr erfahrenen Coaches haben uns geholfen, unseren Verein in der Gründungsphase auf eine gute und solide Basis zu stellen, uns zu strukturieren, zu organisieren und zu professionalisieren.

    In vielen, vielen gemeinsamen Treffen haben wir um finanzielle, inhaltliche, organisatorische und technische Themen gerungen, und schlussendlich geholfen, dass wir das rasante Wachstum des jungen Elternnetzwerkes stemmen können. Zum Wohl all der Eltern und jungen Menschen, die so dringend auf sinnvolle und funktionierende Hilfsangebote angewiesen sind! An vielen Abenden haben wir uns wie ein junges Start-up gefühlt und sind nach den Video-Konferenzen müde aber glücklich ins Bett gefallen.

    Von den vielen hundert Bewerbungen für den Wettbewerb, über die 100 ausgewählten sozialen Initiativen, die das Beratungsstipendium erhalten haben, sind wir nun also in der startsocial-Bundesauswahl gelandet und werden im September von Bundeskanzler Olaf Scholz, der Schirmherr des Wettbewerbs ist, ausgezeichnet. Zusätzlich haben wir noch die Chance auf einen der Geldpreise darunter auch der Sonderpreis des Bundeskanzlers.

    Der Abschlussbericht am Ende der Beratungsphase wurde noch einmal ein Kraftakt, aber wir haben es geschafft den Bericht pünktlich einzureichen! Die Chance auf so viel Publicity für unser Anliegen und auf einen Geldpreis von 5.000 Euro konnten wir uns nicht entgehen lassen!

    Wo immer wir diese Öffentlichkeit in den nächsten Monaten erhalten werden, wir werden auf jeden Fall versuchen, das zu nutzen unsere Kernanliegen dort zu platzieren:

    • Wir benötigen den Ausbau einer bedarfsgerechten Versorgung in Deutschland: Familienbasierte Ansätze zur Behandlung von Essstörungen, wie zum Beispiel der Maudsley Ansatz, müssen für junge erkrankte Menschen und deren Familien flächendeckend zur Verfügung stehen.
    • Präventive Angebote und ein gutes System zur Früherkennung könnten so viele schlimme und schwere Krankheitsverläufe verhindern: Die hohen Prävalenzraten von Esstörungen, die hohe Häufigkeit der Chronifizierung und die furchtbaren Mortalitätsraten sollten uns aufrütteln, dass dies ein Thema ist, das mit hohem Nachdruck in die Schulen, in Kinder- und Jugendeinrichtungen, in die Familien und generell in die Öffentlichkeit gehört. Lehrer, Pädagogen, Kinderärzte und alle anderen Fachpersonen, die mit Kindern und jungen Menschen arbeiten, sollten im frühzeitigen Erkennen von Essstörungen und dem schnellen Einleiten hilfreicher Maßnahmen geschult sein. So wie dies in anderen Bereichen in der Jugendarbeit und für andere Erkrankungen wie Diabetes bereits Standard ist.
    • Bei der Behandlung von restriktiven Essstörungen ist Autonomie das Ziel, und nicht der Weg. Im akuten Krankheitszustand kann der junge Mensch die Verantwortung für sein Gewicht, das Essverhalten und in vielen Fällen auch die Bewegung und weitere Lebensbereiche nicht übernehmen. Es ist kein mangelnder Wille oder neurotisches Verhalten. Erst nach der Wiederherstellung des Gewichtes ist es möglich, den Wiedereingliederungsprozess ins Leben zu starten. Eine komplett fehlende Krankheitseinsicht ist eines der Hauptsymptome dieser furchtbaren Art von Erkrankung. Diese simple Erkenntnis, die sich im Ausland aufgrund von Erfahrung und Forschung teilweise schon vor Jahrzehnten durchgesetzt hat, muss endlich auch in unserem Gesundheitssystem ankommen.
    • Oberstes Ziel muss es sein, Klinikaufenthalte zu vermeiden. Die Familie ist der beste Platz für einen erkrankten jungen Menschen, um gesund zu werden. Die Eltern sind nicht das Problem, sondern die größte Ressource wenn das Desaster einer Essstörung über eine Familie hereinbricht.
    • Verschiedenene Eltern brauchen unterschiedlich viel Unterstützung bei diesen Behandlungskonzepten. Generell müssen geeignete Schulungsmethoden für pflegende Angehörige schnell und effizient zur Verfügung stehen, unter Ausschöpfung aller verfügbaren Bildungsmöglichkeiten (Online-Kurse).
    • Erkenntnisse vieler aktueller Forschung (Neurobiologie, Genetik, Makrobiom uvm) müssen publiziert und bekannt werden.
    • Direkte und indirekte Schuldzuweisungen an Eltern, wie sie leider immer noch gang und gebe sind, sind nach dem heutigen Stand der Forschung nicht mehr haltbar und verursachen so viel Leid. Eltern haben nichts falsch gemacht, wenn ihr Kind an einer Essstörung erkrankt. Man muss sie dabei unterstützen, dass sie ihrem Kind helfen können!

    Über startsocial e.V.

    startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements. Die laufende Wettbewerbsrunde steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Olaf Scholz. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ vergibt startsocial jährlich 100 viermonatige Beratungsstipendien und 25 Auszeichnungen, darunter sieben Geldpreise, an herausragende soziale Initiativen. In jeder Wettbewerbsrunde bringen rund 550 Fach- und Führungskräfte als ehrenamtliche Coaches sowie Jurorinnen und Juroren ihr Fachwissen und ihre Erfahrung ein. Der Wettbewerb wird seit 2001 veranstaltet und hat bereits über 1.800 soziale Initiativen bei ihrer Weiterentwicklung begleitet und unterstützt. Hauptförderer des Wettbewerbs 2022/23 sind die Unternehmen Allianz Deutschland AG, Deutsche Bank AG, SAP SE, ProSiebenSat.1 Media SE und McKinsey & Company.
    (https://startsocial.de)

  • Startsocial Bundesauswahl: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin (alt)

    Startsocial Bundesauswahl: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin (alt)

    Im Juni 2021, bevor überhaupt die offizielle Vereinsgründung abgeschlossen war, hatten wir uns Hals über Kopf in einer Nacht-und-Nebel-Aktion beim startsocial-Wettbewerb beworben und eigentlich nicht wirklich daran geglaubt, dass daraus irgendetwas erwachsen könnte.

    Über startsocial e.V.

    startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements. Die laufende Wettbewerbsrunde steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzler Olaf Scholz. Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ vergibt startsocial jährlich 100 viermonatige Beratungsstipendien und 25 Auszeichnungen, darunter sieben Geldpreise, an herausragende soziale Initiativen. In jeder Wettbewerbsrunde bringen rund 550 Fach- und Führungskräfte als ehrenamtliche Coaches sowie Jurorinnen und Juroren ihr Fachwissen und ihre Erfahrung ein. Der Wettbewerb wird seit 2001 veranstaltet und hat bereits über 1.800 soziale Initiativen bei ihrer Weiterentwicklung begleitet und unterstützt. Hauptförderer des Wettbewerbs 2022/23 sind die Unternehmen Allianz Deutschland AG, Deutsche Bank AG, SAP SE, ProSiebenSat.1 Media SE und McKinsey & Company.
    (https://startsocial.de)

    Aber: es kam alles ganz anders. Wir wurden als eine von 100 sozialen Initiativen ausgewählt und erhielten ein 4-monatiges Beratungsstipendium. Unsere beiden versierten und sehr erfahrenen Coaches haben uns geholfen, unseren Verein in der Gründungsphase auf eine gute und solide Basis zu stellen, uns zu strukturieren, zu organisieren und zu professionalisieren.

    In vielen, vielen gemeinsamen Treffen haben wir um finanzielle, inhaltliche, organisatorische und technische Themen gerungen, und schlussendlich geholfen, dass wir das rasante Wachstum des jungen Elternnetzwerkes stemmen können. Zum Wohl all der Eltern und jungen Menschen, die so dringend auf sinnvolle und funktionierende Hilfsangebote angewiesen sind! An vielen Abenden haben wir uns wie ein junges Start-up gefühlt und sind nach den Video-Konferenzen müde aber glücklich ins Bett gefallen.

    Von den vielen hundert Bewerbungen für den Wettbewerb, über die 100 ausgewählten sozialen Initiativen, die das Beratungsstipendium erhalten haben, sind wir nun also in der startsocial-Bundesauswahl gelandet und werden im September von Bundeskanzler Olaf Scholz, der Schirmherr des Wettbewerbs ist, ausgezeichnet. Zusätzlich haben wir noch die Chance auf einen der Geldpreise darunter auch der Sonderpreis des Bundeskanzlers.

    Der Abschlussbericht am Ende der Beratungsphase wurde noch einmal ein Kraftakt, aber wir haben es geschafft den Bericht pünktlich einzureichen! Die Chance auf so viel Publicity für unser Anliegen und auf einen Geldpreis von 5.000 Euro konnten wir uns nicht entgehen lassen!

    Wo immer wir diese Öffentlichkeit in den nächsten Monaten erhalten werden, wir werden auf jeden Fall versuchen, das zu nutzen unsere Kernanliegen dort zu platzieren:

    • Wir benötigen den Ausbau einer bedarfsgerechten Versorgung in Deutschland: Familienbasierte Ansätze zur Behandlung von Essstörungen, wie zum Beispiel der Maudsley Ansatz, müssen für junge erkrankte Menschen und deren Familien flächendeckend zur Verfügung stehen.
    • Präventive Angebote und ein gutes System zur Früherkennung könnten so viele schlimme und schwere Krankheitsverläufe verhindern: Die hohen Prävalenzraten von Esstörungen, die hohe Häufigkeit der Chronifizierung und die furchtbaren Mortalitätsraten sollten uns aufrütteln, dass dies ein Thema ist, das mit hohem Nachdruck in die Schulen, in Kinder- und Jugendeinrichtungen, in die Familien und generell in die Öffentlichkeit gehört. Lehrer, Pädagogen, Kinderärzte und alle anderen Fachpersonen, die mit Kindern und jungen Menschen arbeiten, sollten im frühzeitigen Erkennen von Essstörungen und dem schnellen Einleiten hilfreicher Maßnahmen geschult sein. So wie dies in anderen Bereichen in der Jugendarbeit und für andere Erkrankungen wie Diabetes bereits Standard ist. 
    • Bei der Behandlung von restriktiven Essstörungen ist Autonomie das Ziel, und nicht der Weg. Im akuten Krankheitszustand kann der junge Mensch die Verantwortung für sein Gewicht, das Essverhalten und in vielen Fällen auch die Bewegung  und weitere Lebensbereiche nicht übernehmen. Es ist kein mangelnder Wille oder neurotisches Verhalten. Erst nach der Wiederherstellung des Gewichtes ist es möglich, den Wiedereingliederungsprozess ins Leben zu starten. Eine komplett fehlende Krankheitseinsicht ist eines der Hauptsymptome dieser furchtbaren Art von Erkrankung. Diese simple Erkenntnis, die sich im Ausland aufgrund von Erfahrung und Forschung teilweise schon vor Jahrzehnten durchgesetzt hat, muss endlich auch in unserem Gesundheitssystem ankommen.
    • Oberstes Ziel muss es sein, Klinikaufenthalte zu vermeiden. Die Familie ist der beste Platz für einen erkrankten jungen Menschen, um gesund zu werden. Die Eltern sind nicht das Problem, sondern die größte Ressource wenn das Desaster einer Essstörung über eine Familie hereinbricht.
    • Verschiedenene Eltern brauchen unterschiedlich viel Unterstützung bei diesen Behandlungskonzepten. Generell müssen geeignete Schulungsmethoden für pflegende Angehörige schnell und effizient zur Verfügung stehen, unter Ausschöpfung aller verfügbaren Bildungsmöglichkeiten (Online-Kurse).
    • Erkenntnisse vieler aktueller Forschung (Neurobiologie, Genetik, Makrobiom uvm) müssen publiziert und bekannt werden.
    • Direkte und indirekte Schuldzuweisungen an Eltern, wie sie leider immer noch gang und gebe sind, sind nach dem heutigen Stand der Forschung nicht mehr haltbar und verursachen so viel Leid. Eltern haben nichts falsch gemacht, wenn ihr Kind an einer Essstörung erkrankt. Man muss sie dabei unterstützen, dass sie ihrem Kind helfen können!